Wasserhärte: So finden Sie heraus, wie hart Ihr Wasser ist
Auf der Waschmittelpackung steht „Dosierung nach Wasserhärte“, der Wasserkocher ist innen schon wieder weiß, und die Glaswand der Dusche zeigt jeden Tropfen. Spätestens dann fragen sich viele: Wie hart ist mein Wasser eigentlich? Die gute Nachricht: Das lässt sich in wenigen Minuten herausfinden – meist sogar ohne Messung.
Was bedeutet „Wasserhärte“?
Leitungswasser enthält gelöste Mineralien, vor allem Calcium und Magnesium. Sie heißen Härtebildner. Je mehr davon im Wasser ist, desto „härter“ ist es. Wie viel das ist, hängt in der Regel davon ab, durch welche Gesteinsschichten das Wasser in Ihrer Region fließt – deshalb kann die Härte schon im Nachbarort anders sein.
Wird das Wasser erhitzt oder verdunstet es, bleibt ein Teil der Härtebildner als fester Belag zurück: Kalk. Daher die weißen Ränder und Krusten.
In diesem Ratgeber geht es um eine Folge harten Wassers: Kalk.
°dH und mmol/l: die zwei Einheiten
Die Härte wird in Deutschland meist auf zwei Arten angegeben:
- °dH – „Grad deutscher Härte“, die gewohnte Angabe.
- mmol/l – Millimol pro Liter; in dieser Einheit nennt das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz die Härtebereiche (angegeben als Calciumcarbonat).
Zum Umrechnen: 1 mmol/l entspricht etwa 5,6 °dH. Steht bei Ihrem Wasserversorger zum Beispiel 2,0 mmol/l, sind das rund 11 °dH.
Die drei Härtebereiche
Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz teilt das Wasser in drei Bereiche ein. Nach diesen Bereichen richten sich auch die Dosierangaben auf Waschmittelpackungen.
| Härtebereich | mmol/l Calciumcarbonat | °dH (ungefähr) |
|---|---|---|
| weich | unter 1,5 | unter 8,4 |
| mittel | 1,5 bis 2,5 | 8,4 bis 14 |
| hart | über 2,5 | über 14 |
Auf älteren Geräten oder Unterlagen finden Sie manchmal noch eine Einteilung in die Bereiche 1 bis 4. Diese gilt nicht mehr – im Zweifel nach dem °dH-Wert richten.
So finden Sie Ihre Wasserhärte heraus
- Wasserversorger fragen: Die Stadtwerke bzw. Ihr örtlicher Versorger veröffentlichen den Härtebereich, oft auf der Website (Suchbegriff „Wasserhärte“ plus Ihr Ort oder Ihre Postleitzahl).
- Wasserrechnung ansehen: Auf der Jahresabrechnung oder einem Beiblatt steht häufig der Härtebereich.
- Vermieter oder Hausverwaltung fragen: Wenn Sie keine eigene Wasserrechnung bekommen.
- Selbst messen: Teststreifen für die Gesamthärte gibt es im Handel. Streifen kurz ins Wasser halten, Farbe mit der Skala vergleichen. Das Ergebnis ist ein Richtwert, für den Alltag reicht er aber meist aus.
Haben Sie eine Enthärtungsanlage im Haus, kann die Härte an Ihrem Wasserhahn niedriger sein als der Wert des Versorgers. Dann hilft nur Messen.
Was hartes Wasser im Alltag bewirkt
- Kalkflecken auf Glas, Fliesen und Armaturen – vor allem dort, wo Tropfen trocknen.
- Verkalkte Duschköpfe: Düsen setzen sich zu, der Strahl wird ungleichmäßig.
- Heizstäbe in Waschmaschine, Geschirrspüler und Wasserkocher setzen Kalk an, weil sich beim Erhitzen mehr Kalk absetzt.
- Waschmittel: Bei hartem Wasser empfehlen die Hersteller eine höhere Dosierung. Wer seinen Härtebereich kennt, dosiert passend – und nicht „sicherheitshalber“ zu viel.
Was Sie tun können
Dusche
Ein verkalkter Duschkopf lässt sich meist reinigen – wie das schonend geht, lesen Sie in Kalk im Duschkopf: entfernen und vorbeugen. Wer den Kalk schon vor dem Duschkopf verringern möchte, kann einen Anti-Kalk Duschfilter DF-007 zwischen Armatur und Brauseschlauch schrauben. Seine Kartusche mit Ionentauscher-Harz und Zeolith bindet einen Teil der Härtebildner und kann so Kalkablagerungen an Brause, Armaturen und Duschwand verringern. Wie stark, hängt von Ihrer Wasserhärte und der Wassermenge ab. Die Wirkung lässt mit der Nutzung nach; die Kartusche wird regelmäßig gewechselt, bei hartem Wasser früher. Mehr dazu: Duschfilter gegen Kalk.
Waschmaschine und Geschirrspüler
Der Entkalkungsfilter WF-001 wird zwischen Wasserhahn und Zulaufschlauch montiert. Seine Polyphosphat-Füllung hilft, Kalkablagerungen an Heizstäben, Trommel und wasserführenden Bauteilen vorzubeugen. Er ist für kaltes Wasser ausgelegt. Einbau und Pflege: Entkalkungsfilter für Waschmaschine und Geschirrspüler.
Viele Geschirrspüler haben außerdem eine eingebaute Enthärtung, die Sie nach Ihrer Wasserhärte einstellen – wie, steht in der Bedienungsanleitung.
Beide Filter ersetzen keine Enthärtungsanlage für das ganze Haus und entkalken kein bereits verkalktes Gerät.
Die häufigsten Fehler
- °dH und mmol/l verwechselt. „3“ ist in mmol/l schon hart (rund 17 °dH), in °dH dagegen sehr weich. Immer auf die Einheit achten.
- Den Wert vom Nachbarort übernommen. Die Härte kann sich von Ort zu Ort unterscheiden. Nehmen Sie den Wert Ihres eigenen Versorgers.
- Waschmittel nach Gefühl dosiert. Die Packung nennt die Menge je Härtebereich – einmal nachsehen genügt.
- Filter eingebaut und vergessen. Eine erschöpfte Kartusche oder Füllung wirkt nicht mehr. Wechseldatum gleich notieren.
Kurz gesagt: Wasserhärte heißt: wie viel Calcium und Magnesium im Wasser ist. Den Härtebereich nennt Ihr Wasserversorger; weich ist unter 8,4 °dH, mittel 8,4–14 °dH, hart über 14 °dH (1 mmol/l ≈ 5,6 °dH). Mit diesem Wert dosieren Sie Waschmittel richtig und entscheiden, ob sich ein Filter an Dusche oder Waschmaschine für Sie lohnt.
Fragen zu unseren Filtern? Schreiben Sie uns an kontakt@smarald.com – wir helfen gern.